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14.09.2015

Was Führungskräfte tun, wenn Mitarbeiter sich auf Montag freuen

Was es braucht, um zu einem glücklichen Unternehmen zu werden

Was Führungskräfte tun, wenn Mitarbeiter sich auf Montag freuen

Den Song „I don´t like Mondays“ konnte ich lange Zeit nicht nachvollziehen, bis ich in einer Firma gelandet war, in der ich zunehmende Demotivation und Desinteresse an meinen Ideen und meinem Engagement spürte. Ich sollte frischen Wind in die Firma bringen, sagte man mir. Doch es gab keine dazu passenden Rahmenbedingungen, die mir eine Umsetzung hätten möglich machen können. Hier habe ich selbst die Erfahrung gemacht, wie es nicht funktioniert, glückliche Mitarbeiter und ein glückliches Unternehmen zu schaffen.

Das ganze ist schon viele Jahre her, hat mich jedoch sehr lange begleitet. Denn ich konnte nicht verstehen, dass es Führungskräfte gibt, die engagierten Mitarbeitern ihre Leistungsfreude bereit sind, zu nehmen. Das erste Mal machte ich in dieser Firma die Erfahrung, dass ich zunehmend mehr Freude am Feierabend, Wochenende und Urlaub entwickelte als an der Arbeit. Das kannte ich von mir nicht. Ich war immer sehr engagiert und wollte mein Bestes geben. Doch zu erleben, dass das unerwünscht war, hat mich sehr demotiviert und mir meine Leistungskraft und Arbeitsfreude genommen. In Gesprächen mit anderen Menschen erlebe ich, dass es vielen heutzutage nach einiger Zeit im Berufsleben ähnlich geht.  

Wie war es dazu gekommen? Was war passiert?

Ich war voller Engagement und Freude auf die neue Aufgabe in der Firma gestartet. Ich hatte die Hoffnung, hier viele neue Dinge kennen zu lernen, mich weiterzuentwickeln, mein Bestes geben zu können und mich in einer neuen Firma zu etablieren. Es gab herausfordernde Aufgaben, weshalb ich eingestellt wurde. Recht schnell erlebte ich die Ernüchterung, weil ich einer Führungskraft unterstellt wurde, die zu wenig Führungskompetenzen hatte und meine Einsatzfreude ständig bremste, weil er darin keinen Sinn sah. Das erkannte ich jedoch erst später, dass das die Kultur in der ganzen Firma war. Dennoch versuchte ich weiter mein Bestes zu geben. Recht bald kam heraus, dass meine geplante Hauptaufgabe entfallen sollte. Ab da fühlte sich meine Position in der Firma seltsam an, zumal ich nicht mal räumlich in meine Abteilung integriert werden konnte. 

Erst als die Begleitung einer Umstrukturierung zu einer meiner Aufgaben wurde, konnte ich mich besser einbringen. Habe ich wenigstens gedacht. Bis ich merkte, dass ich oft Schwierigkeiten hatte, Mitarbeiter zu Meetings zu bewegen, um die Umstrukturierung umsetzbar zu machen. Alles, was ich tat, erforderte enorme Kraft und kostete viel Nerven. Trotz diverser Versuche, die entsprechenden verantwortlichen Personen darüber zu informieren und auf Verbesserungsnotwendigkeit hinzuweisen, blieb eine Unterstützung aus. Ich konzentrierte mich dadurch zunehmend darauf, wie ich ohne andere oder nur mit denen, die bereit waren, etwas bewegen konnte, um konstruktive Ergebnisse abzuliefern. Doch wirklich interessiert hat sich im Grunde niemand dafür und schon gar nicht für frischen Wind. Mein Interesse für die Firma ging zunehmend verloren und ich suchte schon recht früh nach neuen Möglichkeiten. 

Was hätte anders sein müssen?

Ich hätte einen Chef gebraucht, der mich hätte führen können und wirkliches Interesse an meinen Leistungen und meiner Einsatzfreude gehabt hätte. Ich hätte entweder eine Position mit offensichtlich mehr Verantwortung gebraucht oder direkt der Geschäftsleitung unterstellt sein müssen. Ich hätte besser eingearbeitet werden müssen und als das Projekt, weshalb ich eingestellt wurde, nicht laufen konnte, mich auf etwas Neues vorbereiten oder mir Orientierung und Klarheit zu meiner Position geben müssen. Ich habe viel zu oft auf eigene Faust versucht herauszufinden, was sie von mir wollten oder wo ich Gutes tun könnte.

Im nachhinein erkannte ich, dass es ein Fehler war, dort anzufangen. Der Geschäftsführer wünschte meine Position und wollte damit frischen Wind in die Firma bringen. Jedoch unterstellte er mich einer Abteilung, dessen Führungskraft mich anders nutzen wollte. Er konnte und wollte mich daher womöglich gar nicht in seiner Abteilung haben, vor allem keine engagierte Person. Der Geschäftsführer, mein Chef und ich, wir hätten uns gemeinsam zusammensetzen und klären müssen, was sie von mir erwarteten, wo es hingehen sollte und was ich dazu Sinnvolles hätte leisten können. Das, was mir jeder einzeln sagte, passte im Grunde nicht zusammen.  

So fühlte ich mich wie ein Fremdkörper in der Firma, bis wir uns trennten, ohne dass ich dieses Durcheinander je richtig begreifen konnte. Die Kultur in der Firma stimmte jedenfalls nicht und es kann gut sein, dass es einen Machtkampf zwischen diesen beiden Führungskräften gab und der Geschäftsführer hoffte, dass ich frischen Wind bringen würde, der etwas verbessern könnte. Bei mir hinterließ das sehr unangenehme Erfahrungen mit dieser Firma. 

Was können Führungskräfte verändern oder anders machen?

Bevor ich in diese Firma kam, war ich selbst Führungskraft und hatte mehrere Jahre ein kleines Rechenzentrum geleitet. Offenheit, Kommunikation, fördern der Leistungsfähigkeit und Interesse und Wertschätzung zeigen an meinen Mitarbeitern und einer engagierten Arbeitshaltung waren für mich immer sehr wichtig. Eine gute Führungskraft weiß, dass gerade bei diesen Punkten der Umgang damit entscheidend ist, ob es zu Demotivation oder zur Aktivierung des Besten der Mitarbeiter führt. Damit konstruktiv umzugehen, sich selbst zu reflektieren und sich regelmäßig damit auseinander zu setzen, ist daher sehr wichtig. 

Führungskräfte müssen ihre eigene Rolle klären, sich der Einstellungen und Aufgaben bewusst werden, die zur kompetenten Ausübung dieser Rolle gefordert sind. Zu viele Personen gelangen in Führungspositionen ohne die notwendigen Kompetenzen und Einstellungen dazu entwickelt zu haben. Viele von ihnen haben noch Führungsstile verinnerlicht oder gelernt, die aus dem Zeitalter der Industriealisierung kommen. Da stehen Kontrolle, bestrafen und belohnen und dass sie alles entscheiden müssen, im Vordergrund. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Menschen wollen heute respektvoll geführt werden und erwarten eine Führungs- und Arbeitskultur, die sowohl Leistungsfähigkeit als auch Arbeitsfreude fördert.   

Auch wenn es einige Menschen gibt, die ein gutes Potenzial zum Führen mitbringen, erfordert die praktische Ausübung gerade in Zeiten von Dynamik und Komplexität sehr viel mehr. Hier reicht es auch nicht, nur Führungsseminare zu besuchen. Gute konstruktive Menschenführung gelingt nur durch regelmäßiges Üben, reflektieren und durchsprechen von erlebten Situationen mit einem Coach oder professionellen Unterstützer. Jeder muss seinen zu ihm passenden Führungsstil herausfinden und entwickeln. Es ist ein Prozess, der im Grunde nie aufhört, da man mit Menschen und Situationen zu tun hat, die einen immer wieder neue Herausforderungen bringen. 

Sich zu einem glücklichen Unternehmen entwickeln

Hasso Plattner, Mitbegründer von SAP, sagte in Bezug auf die Zukunft von SAP: „Wir sind ein Unternehmen, das Gewinn machen muss. Das werden wir aber nur tun, wenn wir auch ein glückliches Unternehmen sind, und auch unsere Kunden glücklich sind.“

Diese Aussage trifft genau den Punkt. Die Herausforderungen dabei sind, herauszufinden, was das Untenehmen, die Führungskräfte und Mitarbeiter brauchen, um sich glücklich beim Führen und Arbeiten zu fühlen, damit sowohl das Unternehmen als auch die Kunden glücklich sind. In einer Studie von StepStones wurde ermittelt, dass es neben dem passenden Job hauptsächlich Soft Skills sind, die Menschen im Beruf glücklich machen:

  • Respektvoller Umgang miteinander
  • Interessanten Job
  • Arbeiten in gutem Betriebsklima
  • Arbeiten in fairer und offener Unternehmenskultur
  • Anerkennung für geleistete Arbeit
  • Sich selbst treu bleiben dürfen

Das waren die sechs meistgenannten Punkte aus der Studie. Was sich hier so einfach anhört, ist in der Umsetzung für viele sehr schwierig. Gerade Dynamik und Komplexität sorgen oft dafür, dass zu viel Stress und innerer Druck entsteht und den Menschen hierfür die innere Ruhe fehlt. Es kann daher sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung dazu zu suchen. Sich auf den Weg zu machen zu neuem Führen und Arbeiten und sinnvolle Verbesserungen zu entwickeln, lohnt sich und ermöglicht, sich zukunftsfähig zu machen. Denn das führt zu einem glücklichen Unternehmen mit glücklichen Mitarbeitern und dadurch auch zu glücklichen Kunden.


Author: Beatrice Legien-Flandergan